Traum und Trance

Traum und Trance liegen dicht beeinander und unterscheiden sich doch. Trance ist das Verändern des alltäglichen Wachbewußtseins, ein Verschieben der inneren und äußeren Wahrnehmungen und Grenzen, bei der das Bewußte ein wenig zurücktritt und das Tor zum Unbewußten aufstößt. Bilder und Gefühle können aus der eigenen Tiefe aufsteigen und auch die äußere Umwelt wird anders, aus anderen Blickwinkeln wahrnehmbar. Die Sprache, das Erleben der Trance sind dem Traum sehr ähnlich, doch haben wir durch unser Wachsein die Möglichkeit, die Bilder wesentlich bewußter wahrzunehmen und auch zu beeinflussen, zu verändern und dabei gleichzeitig im Kontakt, in Kommunikation und Austausch mit den eigenen Tiefen zu bleiben.

Da wo sich Trance und Traum im Schlaf begegnen, ensteht der luzide Traum. Wir entdecken mitten im allnächtlichen Schlafbewußtsein, daß wir träumen, und können uns absichtsvoll durch den Traum bewegen, ihm Traumthemen vorschlagen und auf Entdeckungsreise gehen. Alles, was wir in Trance und Traum - egal ob luzide oder nicht - erleben, ist eine Unterhaltung mit dem Unbewußten und mit den Quellen, die jeder für sich dort finden mag.

Trance, das kann schon ein Tagtraum sein, wenn wir aus dem Fenster starren, den Blick in die Weite richten, die Gedanken und Gefühle schweifen lassen, uns einfach ein wenig treiben lassen. Ganz mühelos läßt sich diese leichte Trance verstärken, indem wir tiefer in das träumerische Gefühl hineinsinken, die Weite des Blickes auch im Inneren spüren und allmählich und sanft oder auch schnell und intensiv in die Tiefe hineinfallen, um uns von den Armen des Traumes auffangen zu lassen...